Gesetztesänderungen 2017

EEG-Umlage steigt

Verbraucher müssen zur Förderung von Strom aus Windkraft und Sonne wohl auch 2017 tiefer in die Tasche greifen. Die sogenannte Ökostrom-Umlage wird von 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde angehoben. Die Umlage zahlen Verbraucher über die Stromrechnung.

Die EEG-Umlage wird als Differenz zwischen dem Preis, den Stromerzeuger für ihren Strom bekommen, und den garantierten Abnahmepreisen für Ökostrom berechnet. Je niedriger der Börsenpreis, den Energiekonzerne zahlen müssen, desto höher die Umlage. Was der Anstieg der Umlage für Haushalte am Ende konkret bedeutet, ist kaum zu berechnen. Es kommt darauf an, ob die Energiekonzerne fallende Börsenstrompreise an die Kunden weitergeben.


Kraft-Wärme-Kopplung wird weiter ausgebaut

Hoch effiziente und klimafreundliche Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) spielt eine wichtige Rolle bei der weiteren Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Die Regelungen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG) und zur Eigenversorgung im Erneuerbare-Energien-Gesetz werden daher zum 1. Januar 2017 angepasst. Die KWK-Förderung wird für kleine Anlagen zwischen 1 und 50 MW ausgeschrieben. Darüber hinaus wird die Besondere Ausgleichsregelung des EEG 2017 auf das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz übertragen.


Schornsteinfeger vergeben ab 2017 das neue Heizungslabel

Ab 1. Januar 2016 erhalten alle Heizungsanlagen, die älter als 15 Jahre sind, schrittweise ein "Energielabel". Bezirksschornsteinfeger sind künftig verpflichtet, diejenigen Heizgeräte nach zu etikettieren, die noch kein Effizienzlabel haben.

Quelle www.impulse.de

Gesetzesänderungen für Immobilienbesitzer

Neue Förderung von Ökostrom

Von 2017 an wird die Förderung von Ökostrom umgestellt. Mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erhalten Betreiber größerer Windparks oder Solaranlagen sowie von Biogas-Anlagen künftig für eingespeisten Strom keine feste, gesetzlich festgelegte Vergütung mehr. Stattdessen werden neue Projekte ausgeschrieben. Wer am wenigsten Subventionen pro Kilowattstunde Strom verlangt, erhält dann den Zuschlag.


Was bleibt 2017

Elektromobilität

Elektrofahrzeuge, die zwischen den 1.01.2016 und dem 31.12.2020 zugelassen werden, werden auf fünf Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Ab 1.01.2021 entfällt diese Sonderregelung. 

Heizung

Alle Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, müssen mit einem „Nationalen Effizienzlabel für Altgeräte“ durch einem Schornsteinfeger oder einen Energieberater gekennzeichnet werden. Achtung: Die Kennzeichnung zeigt nur den Gerätetyp an, nicht aber den Zustand der Anlage oder die Eignung für den aktuellen Einsatzort. Hier ist ein Energieberater zu beauftragen, der einen Heiz-Check durchführt. 

EnEV 2014 für Neubauten

Strengere Anforderung für Neubauten verheißt die Novelle der Energiesparverordnung, kurz EnEV, von 2014. Neu errichtete Gebäude müssen ab Januar einen 25 Prozent niedrigeren Jahres-Primärenergiebedarf einhalten. Der Wärmeverlust durch die Gebäudehülle wird um 20 Prozent gesenkt. 

Quelle: VZ/BMWi